Montag, 7. April 2008

Voy por más

Hola,

am Wochenende hat nun endlich der Santiago Marathon stattgefunden. Das ist einer der offiziellen Marathons in der Marathontournee weltweit. Das Motto hiess "voy por mas", was soviel wie "I go for more" heisst. Da ich hier aber nicht die "perfekten" Trainingsmöglichkeiten habe und es auch recht kurzfristig war hatte ich mich nur für den Halbmarathon eingeschrieben.
Also dann bin ich gestern gegen sieben Uhr morgens aus dem Haus gegangen und habe mich zum Start begeben. Um acht Uhr sollte es losgehen, aber dann typisch suedamerikanisch ging es erst um 08:15 Uhr los.
Die ersten sieben KM habe ich gleich ein gutes Tempo vorgelegt, wobei es unmöglich war ein gleichmässiges Tempo zu laufen, denn durch die Masse an Menschen musste man ständig überholen, wurde abgedrängt oder ausgebremst. Das hat ganz schön Kraft gekostet. Dementsprechend musste ich dann auch bei KM sieben etwas Tempo rausnehmen. Dieses Tempo habe ich dann versucht zu Ende zu laufen, von einigen schnelleren KM zwischendurch abgesehen. Und dann nach gut 21 Km kam ich dann auch etwas erschöpft im Ziel an. Dort haben mich Mara und Lukas erwartet, denen ich die Photos zu verdanken habe.



Habe nun dann heute auch mein offizielle Zeit aus der Zeitung erfahren: 1:46:20. Denke damit kann ich fuer meine erste Teilnahme bei 28 Grad eigentlich ganz zufrieden sein.



Am Abend hatte ich mich dann mit einem Bad und Bier im Whirlpool belohnt und etwas erholt.

Manu

Samstag, 22. März 2008

Vamos Colo Colo

Hey,

am Donnerstag war hier ein echter Klassiker im Estadio Monumental zu sehen. Und zwar spielten hier in der Copa Libertadores, also dem Pendant zur Champions League hier in Südamerika, Colo Colo gegen Boca Juniors. Das heisst der chilenische Meister gegen den argentinischen Meister und Titelverteidiger.



Man hatte mir zunächst abgeraten dorthin zu gehen, denn das sei zu gefährlich. Aber ehrlich gesagt, kann ich das nicht bestätigen. War ein super Spiel, das Colo Colo verdient 2:0 gewonnen hat. Und die Stimmung war dementsprechend gut und ausgelassen. War alles vernünftig organsiert, und recht ruhig,w as wohl auch dem immensen Polizeiaufgebot zu verdanken war. Jedoch haben selbst scharfe Kontrollen an den Eingängen nicht verhindern können, dass im wahrsten Sinne des Wortes sowohl in Fanblock aber auch in unserem Block ein Feuerwerk entzündet wurde. Also war ein super Abend und ich werde mir wohl noch das ein oder andere Spiel gönnen. Leider kann ich keine Photos bieten, da ich vorsichtshalber den Warnungen gefolgt bin und meine Kamera zu Hause gelassen hatte. Beim nächsten Spiel wird das aber nachgeholt.

Manu

Sonntag, 16. März 2008

Auf Darwin's Spuren

Hola,

am Samstag habe ich einen Ausflug in die nahen Berge gemacht. Und zwar in den Nationalpark La Campana.
Es ging morgens um Punkt acht Uhr los. Dann wurde unsere Gruppe, die insgesamt aus fünf Personen plus Guide bestand, in den Nationalpark gebracht, der ca. knapp 2 Stunden von Santiago entfernt liegt.



Dort wollten wir dann den auf ca. 1900 m liegenden Cumbre erklimmen. Wir starteten bei ca. 300 Höhenmeter, so dass wir auf der schwierigen und anstrengenden Strecke ca 1600 Hoehenmeter zu bewaeltigen hatten. Das erste Teilstueck war zwar auch schon steiler als ich erwartet hatte , aber liess sich gut bewerkstelligen. Dann machten wir eine etwas ausgedehntere Pause auf Hoehe einer ehemaligen Mine. Diese wurde aber laengst geschlossen, da sich Bergbau und Naturschutzgebiet nur schwer in Einklang bringen liessen.




Dann ging es weiter bis auf den Gipfel, auf dem auch Darwin bereits einen Tag verbracht hatte, und begeistert war von dem Ausblick. Denn man kann sowohl hunderte KM der Anden zur einen Seite sehen ( u.a. auch den fast 7000 m hohen Aconcagua ), aber eben auch den Pazifischen Ozean auf der anderen Seite. Oben auf dem Gipfel hatten wir uns dann nach dem ca. fünfstündigen Aufstieg ein Ruhepause und Lunch verdient, bevor wir dann uns wieder an den noch gefaehrlicheren und ca. 3.5 Stunden dauernden Abstieg gemacht haben. Unser Guide hat bewusst ein sehr hohes Tempo angschlagen, damit wir diese Tour noch vor Einbruch der Dunkelheit beenden koennen. Das hat mich ehrlich gesagt auch ziemlich geschafft. Nachdem Abstieg waren wir dann noch gemeinsam Empanadas essen, bevor es wieder nach Santiago zurueckging. Ziemlich fertig kam ich dann gegen zehn Uhr abends in meiner Wohnung an. In meiner weisen Vorraussicht hatte ich am Tag vorher den Whirlpool fuer 22.30 - 23.30 Uhr reserviert, so dass ich dann gemuetlich mit einem Bierchen und Ausblick ueber Santiago bei Nacht im Whirlpool den Tag ausklingen lassen konnte.



Bis bald,
El fenomeno

P.S.: Weitere beeindruckende Photos wie immer im Album.