Samstag, 21. Juni 2008

Skifahren in den Anden

Hallo,

am letzten Wochenende haben hier auch die letzten Skigebiete aufgemacht.

Das nächste Gebiet hier ist Los Farrellones. Dort gibt es drei verschiedene Gebiete:

Valle Nevado, La Parva und El Colorado. Ich hatte mcih entschlossen gleich am ersten Tag ins Valle Nevado zu fahren, denn wenn ich das Skifahren weiter rauschiebe, habe ich die Befuerchtung es am Ende garnicht mehr zu schaffen.




Also gleich am ersten offenen Samstag morgens um sieben "High Performance"- Ski ausgliehen, das Bus Ticket gekauft und ab in den Bus. Normalerweise ist man da in ca 1,5 Stunden oben auf ca. 3.000 m Höhe. Oben mussten wir dann noch den Tagesskipass besorgen. Leider waren die etwas unorgansiert, so dass uns das nochmal ne gute Stunde gekostet hat, aber dann ging es bei strahlendem Sonnenschein ab zum Skifahren.

Die hoechste Abfahrt liegt dann bei 3.600 m. Generell ist zu sagen, dass die Pisten super sind. Die stehen denen in Österreich nichts nach. Die Lifte sind vielleicht nicht ganz so modern, mehr als nur ausreichend. Mir hat besonders gefallen, dass die Pisten schoen breit waren und dass verhältnismässig wenig los war. Also die Pisten waren fast leer und nicht so ausgefahren wie in den Alpen. Hier ist Skifahren halt ne teuere Sache ( ca. 85 EUR pro Tag incl. Skileihe, Transport und Pass ) und die Gebiete nicht so überlaufen. So konnte ich sogar auch jede schwarze Piste in Ruhe runter fahren, ohne Angst zu haben von irgendwelchen halb betrunkenene Freaks/Rowdies umgefahren zu werden.



Hat mir super gut gefallen. Und werde auf jeden Fall noch das eine oder andere Mal fahren gehen und auch die anderen Gebiete checken.




Viele Grüsse nach Deutschland

Manu

Sonntag, 1. Juni 2008

Isla de Pascua

Hallo,

in der zweiten der drei Wochen, in denen Kathrin Anfang Mai da war, sind wir auf die Osterinsel geflogen, die in der Landessprache Rapa Nui heisst.

Dorthin kann man nur von Santiago oder Tahiti aus fliegen und der Flug dauert ca 5 Stunden. Die Insel gehört erst seit dem Krieg gegen Bolivien und Peru im Jahre 1888 zu Chile und ist die Insel, die am weitesten vom Festland wegliegt auf der Welt.

Die Insel hat nur eine kleine Stadt oder vielmehr ein Dorf, das sich Hanga Roa nennt.

Da sind wir dann auch gelandet und konnten es kaum erwarten die Moai zu sehen, jene bis zu 88 Tonnen schwere und über 12 Meter hohe aus dem Fels geschlagene Steinfiguren, die die Insel unter anderem so berühmt gemacht haben.

Am ersten Tag unserer Ankunft haben wir unser Hostalzimmer bezogen, das in einem Campingplatz direkt am Meer lag. Natürlich wurden wir am Flughafen sehr touristisch mit Blumenketten begrüsst. Dann ahben wir uns auf nach Hanga Roa gemacht, um ein wenig die "Stadt" zu erkunden und uns etwas zu stärken.



Leider mussten wir feststellen, dass es auf der Insel sehr teuer ist, da alles erst eingeflogen oder mit Schiff hingebracht werden muss. Ein extremes Beispiel war die Speisekarte eines Restaurants, das wir dann verständlicherweise gemieden haben, in dem eine einfach Pizza 19.000 chil. Pesos gekostet hat, was ungefähr 30 Euro entspricht. Aber keine Sorge, man dann dort auch günstiger leben.

Nachdem wir am ersten Tag sehr schönes warmes und sonniges Wetter hatten, ist am zweiten Tag leider sehr starker Wind aufgekommen, der uns auch noch den Rest unserer Zeit auf Rapa Nui begleitet hat. Generell ist das klima aber ganzjährig schön warm und es gibt kaum Unterschiede zwischen Tag und Nacht.

Am morgen des zweiten Tages haben wir uns dann einen Mietwagen genommen. Das war ein alter klappriger Suzuki ohne Versicherung, aber der war halbwegs preiswert.

Man ist dort allerdings auf einen Geländewagen angewiesen, da die Strassenverhältnisse äusserst bescheiden sind.



Mit dem sind wir dann zunächst zum Rano Kau gefahren. Dies ist der für die Insel verantwortliche Vulkankrater, der sich auf 410 m Höhe erstreckt. Der Krater ist inzwischen mit Pflanzen bewachsen und ist der zweithöchste Punkt der Insel. Durch den häufigen Niederschlag ist die Insel sehr gruen und vollkommen mit Bäumen und Gras bewachsen. Durch das Vulkangestein, aus das die Insel besteht und fuer einige Berge aber auch schroffe Küsten sorgt, hat mich die Insel eher an Irland erinnert, als an eine Südseeinsel, allerdings mit wesentlich wärmeren Temperaturen.



Vom Vulkan aus sind wir dann die Ostküste entlang gefahren und haben viele Moais gesehen, die allerdings alle auf dem Boden lagen. Insgesamt gibt es über 500 Moais auf der Insel, allerdings nur wenige, die Zeit stehend überdauert haben. Viele wurden umgestossen oder sind bei Flutwellen umgeworfen wurden.

Highlight unserer Tour entlang der Ostküste war der Steinbruch, wo die Moai aus dem fels geschlagen wurden und auch noch ca. 100 Moais stehend oder liegend und auf den Abtransport wartend zurückgelassen wurden, sowie Ahu Tongariki.



Ahu Tongariki ist die Stätte, an der 15 Moai wieder aufgebaut wurden und in Ihren Originalzustand zurückversetzt wurden, nachdem eine Flutwelle, anfang des 20. Jahrhunderts diese Stätte zerstört und die Moai auf der Insel verteilt hatte.

Diese 15 Moais schauen wie fast alle Moais zur Inselmitte und der grösste unter Ihnen wiegt über 88 Tonnen und ist ca 12 Meter hoch.




Beendet haben wir diesen Tag dann im Norden am Anakena-Beach. Dieser Strand, an dem auch Moais stehen, war der Punkt, an dem die Inselbewohner anlegten und zum ersten Mal die Insel betraten.

Das Volk lebte zunächst auf einer anderen Insel, die aber von einer Naturkatastrophe bedroht wurde. So sandte der König Hotu Mantua 7 seiner Männer aus, um eine neue Heimat zu finden. Es wird geschätzt das ca. um 450 der König mit seinem Volk, die aus Richtung Cook Islands, Marquesas oder Mangareva gekommen sein könnten, die Insel am Anakena-Beach zuerst betraten. Die Bevölkerung wuchs schliesslich bis auf max. 20.0o0, bis dann schliesslich aufgrund von Resourcen und Nahrungsmittelmangel, Kriege und Kannibalismus entfacht wurden.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen dann mit den Europäern Pferde und Schafe auf die Insel, die dort in grossen Farmen gehalten wurden. Später wurden auch viele der Einwohner nach Südamerika verschleppt, um dort in den peruanischen Minen zu arbeiten.

Am nächsten Tage haben Kathrin und ich dann die Ostküste erkundet. Ganz besonders schön hierbei war Ahu Akivi. Diese sind sieben Moais, die füer die 7 vom König ausgesandten Männer stehen. Diese 7 Moai sind die Einzigen, die auf das Meer rausschauen.




Am Abend sind wir dann nochmal zum Baden an den Anakena-Strand gefahren.

Das waren sehr schöne Tage und die Moai sind wirklich beeindruckend.

Mehr Fotos wie immer im Album.

Viele Grüße

Manu

Freitag, 23. Mai 2008

San Pedro de Atacama

Hallo,
ich habe die letzte Zeit kaum noch Einträge reingestellt, was zum einen daran lag, dass ich nicht so großartig unterwegs war und zum anderen war dann die letzten drei Wochen Kathrin da und dann musste ich mich verständlicherweise um sie kümmern.
Wir waren aber auch unterwegs und deswegen können nun die Einträge der vergangenen drei Wochen step by step aufgearbeitet werden.

Nachdem ich Kathrin am 01.05. vom Flughafen abgeholt hatte, haben wir nur schnell meine Wohnung besichtigt und ihr Gepaeck bei mir abgestellt und haben uns Santiago etwas angesehen wie den Cerro San Cristobal, Bellavista und Providencia. Aber alles ohne grossen Stress, denn Kathrin sollte sich vom Flug erholen und sich akklimatisieren, denn schon für den nächsten Tag war ein Flug in den Norden angesagt nach Calama.
Calama liegt ca. drei Flugstunden noerdlich von Santiago, von dort aus sind es aber nochmal weitere drei Stunden ca. bis an die chilenisch - peruanische Grenze.
Calama liegt auch schon mitten in der Atacama-Wueste, der trockensten Küstenwüste der Welt.
Von hier aus sind wir dann ca. 1,5 Stunden mit dem Bus nach San Pedro de Atacama gefahren, ein kleines 2.500 Einwohner-Dorf, von dem wir dann die folgenden 4 Tage verschiedene Ausflüge gemacht haben.
1. Valle de la Luna:
Am ersten Tag war der Sonnenuntergang im Valle de la Luna angesagt. Das heisst wir sind erst gegen drei Uhr Nachmittag mit dem Bus in Richtung einer Salzwueste aufgebrochen und dann nach der Salzwueste, haben wir uns das Valle de la Muerte ( Tal des Todes ) angesehen. Von da aus dann zum Sonnenuntergang in das Valle de la Luna ( Tal des Mondes ).



2. Am zweiten Tag sind wir dann zum Salar de Atacama gefahren. Dies ist eine Salzwüste mit einem kleinen See in der Mitte, wo es Flamingos gibt. Nach den Flamingos sind wir dann weiter zum eigentlichen Hauptziel des Tages gefahren zu den Lagunas Altiplanicas.
Generell ist zu sagen, das San Pedro bereits auf über 2.300 Meter liegt und tagsüber die Sonne sehr stark und agressiv war, es aber nachts sehr kalt wurde. Die Lagunas Altiplanicas sind auf knapp 4000 m Höhe gelegene Seen mitten in der Wüste aus Gestein, Sand und Salz.
Am Rand der Lagunen sind dort, wo das Wasser verdunstet weisse Salzkrusten.
In der Atacama Wueste regnet nur wenige Male im Jahr. Allerdings ist diese von der Küste im Westen und im Osten von den Anden umgeben, d.h. der Regen, der in den Anden fällt, fliesst unterirdisch Richtung Wüste. Also gibt es weit unter der Wüste grosse Wasserreservoirs und überall, wo das Wasser an die Oberflaeche tritt und verdunstet, entstehen diese Salzseen oder Salzkrusten.



An den Lagunen konnten wir dann nicht nur ein unglaubliches Landschaftspanorama geniessen, sondern auch Vicunas und eine Art Fuchs beobachten.





3. Am dritten Tag sind wir dann zu unserem wohl spektakulärsten Ausflug aufgebrochen.
Es ging morgens um 4 Uhr los zu den Tatio Geysiren. Wir hatten uns morgens zwar dick angezogen, aber mit solch einer Kälte hatten wir nicht gerechnet. Der Bus, der uns dann Richtung Tatio Geysire gebracht hat, hatte zwar die Heizung voll aufgedreht aber dennoch waren sämtliche Scheiben von innen gefroren. Als wir nach ca. 2 Stunden Fahrt, dann morgens um sechs Uhr am Nationalpark ankamen, zeigte das Thermometer immer noch - 15° C.


Die Tatio Geysire liegen ca. auf 4.500 Meter Höhe. Hier tritt entweder heisses Wasser, Wasserdampf oder beides aus der Erde und schiesst in bis zu 10 m hohen Fontänen in die Luft, oder bildet schön warme kleine Seen, die zum Baden einladen ( bei zwar 35°C und mehr Wassertemperatur, aber leider Luft-Temperaturen nur um den Gefrierpunkt ). Dort haben wir dann den Sonnenaufgang genossen und ein karges Frühstück zu uns genommen.
Auf dem Rückweg sind wir wieder durch eine beeindruckende, von Wüsten, Oasen und Vulkanen geprägte Landschaft gefahren.


Auf der Rückfahrt habe ich mir dann noch einen Llama - Spiess vom Grill gegönnt. Llama ist eine Mischung aus Lama und dem dort ansässigen Vicuna. Sehr lecker.
4. Am letzten Tag habe ich Kathrins Wunsch nachgegeben und wir haben eine Reittour durch die Wüste gemacht. Zu zweit und mit einem Guide sind wir in und durch die Wüste geritten und durch ein fast ausgetrocknetes Flussbett dann zurück. Natürlich nicht nur im Schritt, sondern auch Trab und Galopp, sowie wilden Sprüngen ins Flussbett etc. Aber hat viel Spass gemacht.


Noch mehr Bilder wieder im Photoalbum as usual.
Also bis demnächst

Viel Grüße
El fenomeno